Titel: Chouja Reideen II 1/? Von: Miki ("Jaruka") Fanfic: Chouja Reideen Disclaimer: Ich weiß noch immer nicht, wer die Serie nun eigentlich erfunden hat (es gibt ja schließlich auch einen Manga zu Reideen), aber die Regie der Anime-Serie hatte KAWASE Toshifumi. Ich habe keinerlei Rechte an den Charakteren und kann somit auch nichts mit dieser Fanfic verdienen. So, jetzt komme ich gleich ohne Umschweife zur Sache... ------------------------------------------------------------------------- Knapp ein Jahr war es her, als die zehn Jungs als Reideen in Japan gegen das Böse gekämpft hatten! Nachdem God Reideen sich zurückgezogen hatte, war wieder Frieden eingekehrt. Reiko hatte geheiratet und Hishou hatte vor Kurzem seine Verlobung mit Ruri bekanntgegeben. Außerdem war noch etwas Erfreuliches passiert: Die 'Hearts' und die 'Angels' hatten sich nun endgültig zu einer Band namens 'REIDEEN' zusammengeschlossen und einstimmig beschlossen, dass Kazuya der Bandleader sein sollte. 'REIDEEN' wollten schon in zwei Tagen auf Welttournee gehen. ~~~~~~~~~~ "KLASSEKLASSEKLASSEKLASSEKLASSEKLASSE!" Ikazuchi hüpfte wie ein Irrer im Schulhaus herum, als er die Notiz am Schwarzen Brett gelesen hatte: ***GEWINNER DES DIESJÄHRIGEN KOMIKER-WETTBEWERBS IST TAKAGI IKAZUCHI AUS DER KLASSE 11B. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!*** "Ich habe gewonnen, ich habe gewonnen... Hey, Hishou, ich habe GEWONNEN!" Ikazuchi sprang seinem dunkelhaarigen Freund entgegen, umarmte ihn und küsste ihn dankbar auf die Wange. "Wa... wa... was?" Hishou starrte ihn erschrocken an. "Oh, Verzeihung", lachte Ikazuchi und kratzte sich verlegen am Hinterkopf. "Aber ich habe gewonnen. Hier, schau mal!" Er zerrte den verwirrten Hishou vors Schwarze Brett und drückte ihn förmlich mit der Nase auf das mit blauer Tinte beschriebene Papier. "Das... das ist doch unmöglich", war das Einzige, das Hishou hervor brachte. "Na, vielen Dank!" Ikazuchi ließ Hishou verärgert los. "Du traust mir wohl gar nichts mehr zu, was?" "Ich finde deine jokes - ehrlich gesagt - auch nicht sehr funny", warf Kyle, der von rechts den Gang hinunter kam, plötzlich ein. "Es ist unbelievable, dass du gewonnen haben sollst." Er grinste breit, während Ikazuchis Gesicht langsam eine rötliche Färbung annahm. "Ihr habt mich halt alle unterschätzt", gab er patzig zurück und versuchte, seine Wut in Zaum zu halten. "Vielleicht geht hier etwas nicht mit rechten Dingen zu! Könnte ja sein, dass..." Ginga, der auch gerade zu der Truppe gestoßen war, sprach lieber nicht weiter, denn Ikazuchi warf ihm solch tödliche Blicke zu, dass selbst dem coolen Samurai etwas mulmig wurde. Ace, der mit verschränkten Armen hinter Ginga stand, machte keine Bemerkung, aber seine Meinung über Ikazuchis Sieg war deutlich in seinem Gesicht abzulesen. "Ihr also auch, ja?" Ikazuchi ballte die Fäuste und schnaubte: "Wisst ihr was? Ihr könnt mich alle mal!" Mit diesen Worten stampfte er an den vier Jungen vorbei. Weit kam er allerdings nicht, denn schon hinter der ersten Ecke prallte er so heftig mit Shinobu zusammen, dass er sich erstmal unsanft auf den Hosenboden setzte. Ohne eine Entschuldigung rappelte er sich wieder auf und setzte immer noch vor Wut kochend seinen Weg fort. "Hey, Ikazuchi, warte doch!" Hishou war seinem Freund noch ein Stück gefolgt, aber der dachte gar nicht daran, anzuhalten. "Wir haben's doch nicht so gemeint", murmelte Hishou betroffen. "Was ist denn mit dem?", fragte Shinobu und deutete mit dem Daumen in die Richtung, in die Ikazuchi an ihm vorbei gestürmt war. "Ach, er wir sich schon wieder beruhigen", seufzte Hishou. "Wo bleiben Masato und Kazuya?" "Die müssten auch gleich kommen. Und Fujimaru holt Hayate vom Sportclub ab. Sie wollen sich dann später mit uns im Tonstudio treffen." "Na schön", seufzte Hishou. "Dann sind wir ja ansonsten komplett." Er sah, dass der rothaarige Kazuya gerade zu Ginga, Ace und Kyle gestoßen war, im Schlepptau Hishous Sandkastenfreund Masato. "Warum wolltest du uns sprechen, Hishou?", fragte Shinobu, während er ihm zu den anderen folgte. "Reiko will etwas von uns. Sie hat gesagt, wir sollen Punkt vier Uhr im Tonstudio sein. Aber sie meinte, es wäre besser, wenn wir uns alle schon eine halbe Stunde vorher treffen, um nicht wie sonst einzeln aufzutauchen. Also, gehen wir!" Die anderen folgten Hishou nach draußen auf den Schulhof. Am Tor stand Ikazuchi und wartete auf sie. Er hatte sich zwar noch nicht völlig beruhigt, aber er wusste, dass Reiko dieses Treffen wichtig war und ihren kindischen Streit konnten sie auch später fortsetzen... ~~~~~~~~~~ "Wenn du dich etwas mehr zurückgehalten hättest, dann könntest du jetzt auch noch laufen", brummte Fujimaru, nachdem Hayate ihm zum x-ten Mal vor jammerte, wie sehr sein Knöchel doch weh tat. Der schwarzhaarige Keyboarder von 'REIDEEN' war gerade dabei, seinem Freund eine Bandage anzulegen, denn Hayate hatte beim Basketball zwar vollen Einsatz gezeigt, dafür aber auch seine eigene Gesundheit ignoriert. Und die Quittung hatte er gleich darauf bekommen. "So, fertig!" Fujimaru klopfte Hayate aufs Knie. "Wenn du heiratest, hast du's vergessen!" Er schaute nach oben, direkt in Hayates braune Augen. Sein Freund schaute ihn mit geröteten Wangen an und murmelte ein leises "Dankeschön...". Das Wort 'heiraten' überhörte er absichtlich. "Ach, nicht der Rede wert." Fujimaru half Hayate auf die Beine, musste ihn aber stützen. "Komm, wenn wir uns nicht beeilen, dann killt Reiko uns. Sie klang ziemlich aufgeregt am Telefon." Er öffnete das Fenster des Umkleideraums, breitete seine Flügel aus und stieß sich gekonnt vom Fensterbrett ab. Hayate folgte ihm, allerdings etwas weniger elegant. Der kalte Wind, der in hundert Metern Höhe wehte, schlug ihnen erbarmungslos ins Gesicht. Hayate beobachtete den dunkelhaarigen Jungen, der ein paar Meter vor ihm flog. Fujimaru trug zum ersten Mal, seit er ihn kannte, eine Jeans. Und dazu noch eine äußerst knapp sitzende, die absolut nichts verbarg. Hayate errötete bei seinem letzten Gedanken. In letzter Zeit ertappte er sich häufiger dabei, wie er seinen dunkelhaarigen Freund anstarrte. Es war, als zöge Fujimarus Körper seinen Blick magisch an. Und es war ja nicht so, dass er seinen Körper mit dem des Keyboarders verglich - so, wie Kazuya und Shinobu es in letzter Zeit schon fast regelmäßig taten. Nein, Fujimarus Körper GEFIEL ihm ganz einfach! Sein für einen Fünfzehn-, fast Sechzehnjährigen schon recht kräftiger Rücken, sein fester Hintern, seine langen, muskulösen Beine und sein... Nein, weiter wollte Hayate nicht denken, denn er spürte, wie es schon in seiner Leistengegend kribbelte. Das war besonders schlimm, wenn Fujimaru und er nach einem Konzert gemeinsam duschten. Hayate wusste nicht, warum, aber er bekam jedesmal eine Erektion, wenn er Fujimaru nackt sah. Und dafür schämte er sich vor seinem Freund und versuchte immer öfter, sich vor dem Duschen zu drücken. Aber wenn er es dann geschafft hatte und Fujimaru bereits fertig war, dann spürte er einen schmerzhaften Stich in seinem Herzen. "Was ist denn los mit dir?" Fujimaru riss Hayate abrupt aus seinen Gedanken. "Du bist schon wieder so still. Hast du was?" "Nein, nein", antwortete der braunhaarige Junge hastig. "Hey, wir sind da!" Ohne weiter auf Fujimaru zu achten, verlor er blitzschnell an Höhe und landete vor einem Hauseingang, über dem in großen Buchstaben 'Station Q' stand. Er stellte enttäuscht fest, dass die Tür abgeschlossen war. Also mussten Hishou und die anderen noch kommen. "Warte, ich schließ schon auf." Fujimaru landete lautlos neben Hayate (der sich wegen seinem Knöchel andauernd an der Wand abstützen musste) und steckte den passenden Schlüssel ins Schloss. Dann tat er etwas, das Hayates Hormone wieder einmal verrückt spielen ließ: Er trat auf ihn zu, legte seine Arme um ihn und trug ihn lachend über die Türschwelle. "Krankenhausservice", grinste er und platzierte Hayate auf der Couch, die im Tonstudio stand. "Cola, Sake, Milch?" Er fummelte am Getränkeautomaten herum und wartete Hayates Antwort gar nicht erst ab, sondern zog wie gewohnt zwei Dosen Cola und warf eine davon seinem Freund zu. "Hast du etwas dagegen, wenn ich ein bisschen spiele?" Hayate schüttelte den Kopf. Er liebte es, wenn Fujimaru Keyboard spielte - besonders, wenn sie beide alleine waren. Fujimaru spielte eine Weile verschiedene Melodien, um warm zu werden. Dann streckte er noch einmal die Finger und begann ein für Hayate bisher unbekanntes Stück. Es war wunderschön! Und dann sang Fujimaru dazu. Hayate schwebte auf Wolke Sieben. Er hatte seinen Freund noch nie vorher singen hören und Fujimarus sanfte Stimme ließ sein Herz ein paar Takte schneller schlagen. Zum ersten Mal stellte er sich die Frage, warum Fujimaru kein Mädchen sein konnte. Dann wäre alles so einfach! "Und? Wie findest du's?" Fujimaru schaute ihn mit glänzenden Augen an. "Ich will es auf unserer Tournee vorstellen." "Es ist... großartig!" Hayate versuchte, sein gerötetes Gesicht hinter seiner Coladose zu verbergen, aber es gelang ihm anscheinend nicht so richtig, denn: "Fühlst du dich nicht gut, Hayate?" Fujimaru kam zu ihm herüber und legte seine kühle Hand auf Hayates Stirn. "Du glühst ja förmlich!" Hayate wich erschrocken vor Fujimarus Berührung zurück. "N-nein, es geht mir gut! Es... es ist bloß so heiß hier drinnen." Mit dieser Entschuldigung sprang er auf, humpelte zum Fenster und öffnete es weit. Fujimaru hockte unbeweglich vor der alten Couch und betrachtete stumm den Rücken seines Freundes. Hatte er Hayate mit seiner Berührung so sehr erschreckt? Er hatte ja inzwischen bemerkt, dass dieser seine unmittelbare Nähe absichtlich mied und er versuchte, sich - so gut es eben ging - zurückzuhalten, um ihre Freundschaft nicht aufs Spiel zu setzen. Aber diesmal hatte er sich doch nur um Hayates Gesundheitszustand Sorgen gemacht. Fujimaru seufzte und erhob sich aus seiner unbequemen Stellung. Er würde niemals Chancen bei Hayate haben, so viel stand fest! Er ließ ihn gar nicht erst an ihn herankommen, als ob er wüsste, wieviel Fujimaru für ihn empfand. Aber das war ausgeschlossen! Unmöglich! Fujimaru hatte sich immer zurückgehalten. Er wollte Hayate nicht zu etwas zwingen, dass dieser nicht wollte. Und selbst wenn er nur als sein Freund bei ihm sein konnte, bedeutete ihm das sehr viel. Mehr konnte er halt nicht erwarten... "Ach, ihr seid schon da?" Reiko stand auf einmal mitten im Raum und schaute sich mit verschränkten Armen um. "Und wo sind die anderen?" "Die kommen bestimmt auch gleich", antwortete Hayate und war froh, dass Reiko ihn endlich von seinen Gedanken über Fujimaru ablenkte. Er wurde jedesmal nervöser in der Nähe seines schwarzhaarigen Freundes - irgendwann würde er es sicherlich nicht mehr aushalten und etwas tun oder Fujimaru etwas sagen, das ihm hinterher schrecklich Leid tun könnte. "Hallo, hier sind wir!" Hishou und die restlichen Mitglieder von 'REIDEEN' betraten das Tonstudio. "Was gibt es denn so Dringendes zu besprechen, Reiko?", fragte Ikazuchi, während er Hayate und Fujimaru mit einem Nicken grüßte. "Es gibt Ärger", begann Reiko ohne Umschweife. "Louche de Mon ist wieder in der Stadt aufgetaucht!" "WAAAS??!" Dieses Wort kam synchron aus den Mündern der zehn jungen Männer. Reiko nickte grimmig. "Eure Tournee wird wohl flachfallen..." ------------------------------------------------------------------------- Uff, mir fehlen die Worte... ^-~